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Schockmarker bauen

Das Problem mit den Markern

Die meisten historischen Systeme setzen zweierlei Markierungen voraus. Bei Sharp Practice zum Beispiel ist es wichtig Verluste entfernen zu können, zusätzlich aber Schock darzustellen.

Werden bei Sharp Practice 28mm Miniaturen eingesetzt ist das anzeigen von Verlusten kein Problem – vorausgesetzt die Miniaturen werden einzeln basiert bzw. magnetisiert: Die Verluste werden einfach entfernt.

Kniffliger wird es schon, wenn für das Spiel bereits bestehende Armeen zum Einsatz kommen, welche für andere Regelwerke basiert wurden. Meistens sind die Miniaturen dann in Gruppen, wie zum Beispiel vier Miniaturen je Base bei Black Powder, basiert.
Bei 15mm Miniaturen ist dieser Fall die Regel, und selten die Ausnahme.

Unabhängig davon wie das Anzeigen von Verlusten bei in Gruppen basierten Miniaturen gehandhabt wird: bei Sharp Practice, wie den meisten gängigen Systemen, muss zusätzlich ein zweiter Zustand der Einheiten angezeigt werden.

Bei Sharp Practice ist es wichtig Schock darzustellen. Damit neben den Einheiten, welche ja häufig gedrängt auf dem Spieltisch stehen, keine Verwirrung entsteht und die Optik nicht leidet habe ich darüber nachgedacht wie Schock dargestellt werden kann. Dabei sollte je Einheit nur ein Marker zum Einsatz kommen, der Zustand also variabel darstellbar sein.
Die Lösung mit kleinen Würfeln bot sich an, so kommt man in den meisten Fällen wirklich mit einem Marker aus, wenn es zu turbulent wird, kann ein zweiter, in seltenen Fällen ein dritter Marker dazugelegt werden, wobei der jeweilige Zustand anhand der Würfel schnell angepasst werden kann.

Die Idee

Um wertvolle Bemalzeit zu sparen wollte ich für den Bau der Schock-Marker (wenn möglich) auf bestehenden Elementen aufbauen. Also machte ich mich auf die Suche …

Die Lösung

Bei den Armeeprojekten, die ich aktuell bearbeite (Perry Miniatures), wären zwar „Verwundete“-Miniaturen dabei, das hätte aber eher Verluste dargestellt, was ich ja nicht muss da ich die Miniaturen einzeln basiert auf Einheiten-Bases magnetisiere.
Was ich mir eher vorstellen konnte: Dreidimensionale Explosionen, so wie sie gerne auf Militär-Schaubildern des 20en Jahrhunderts verwendet wurden.Das finde ich zum einen weniger makaber als Miniaturen von Verwundeten, und bringt darüber hinaus den „Shell-Shock“ Effekt sehr gut zum Ausdruck.

Die zur Veröffentlichung der zweiten Edition von Bolt Action veröffentlichten Pin-Marker schienen wie geschaffen daür. Nur an dem transluzenten „Plastik-Orange“ musste sich dringend was ändern.

sharp-practice-shock-marker_1

Was lag näher als bemalen? Ich war mir aber nicht sicher wie die Marker bemalt wirken würden. Also entschied ich mich dazu einen Test-Dummy zu bemalen.

Mir dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Erst dachte ich, ich sollte unbedingt noch die Farbe Rot einsetzen. Das Ergebnis sah aber zu abstrakt aus, also entschied ich mich für meinen ersten Ansatz. Leicht herzustellen bei stimmigem Ergebnis.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Also galt es nur noch geeignete Bases zu finden.
Ich habe mich für runde 40mm Bases entschieden (Warbases aus Schottland). Die Um ein stimmiges Ergebnis zu haben erfolgt die Base-Gestaltung natürlich im Schema der verwendeten Armeen. Die Marker sind sicher Geschmacksache. Ich finde die abstrahierten Explosionen eine ästhetisch sinnvolle Lösung, vorausgesetzt man ist bereit etwas Mehrarbeit einzusetzen. Lässt man die Marker im Originalt-Zustand passen sie meiner Meinung nach nicht auf einen schön gestalteten Spieltisch – entsprechend bemalt sind sie aber wirklich stimmig und unterstützen den „Zinnfiguren-Look“.

Und so werden die Marker gemacht

Die Marker sind wirklich einfach herzustellen. Wichtig ist dass die Strukturfarbe ausreichend dick aufgetragen wird und der Würfel damit genug „Halt“ findet.

  • Bolt Action Pin-Marker ordern
  • Bases lasern lassen; Durchmesser 40 mm
  • Die Nippel unter der Flamme abzwicken
  • Flamme ordentlich entgraten (leider notwendig; Die Nähte sind gut zu sehen
  • Flamme grundieren: Citadel, Skull White
  • Den Innenbereich, dort wo die Flamme am hellsten ist, weiß lassen
  • Die Flamme mit Gelb bemalen, dabei deutlich eine weiße Fläche übrig lassen (Richtung Zentrum Flamme): Vallejo 70.953 Flat Yellow
  • Bei Bedarf: Matt lackieren
  • Flamme auf Base kleben: Beachte dass ausreichend Platz für den Würfel ist, mit dem du den Schock-Zustand darstellst
  • Mit Strukturfarbe die Grundsubstanz auftragen; Wichtig: Der Platz für den Würfel muss von Beginn an ausgespart werden; Vallejo 26.218 Dark Earth
  • Wenn die Strukturfarbe durchgezogen hat, könnt ihr euch um die Bemalung der Base kümmern

 

 

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