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2. DB Con 2015

Am 6. und 7. Juni 2015 war es soweit: Der Dices & Bayonets Club Speyer lud zur zweiten Convention des Clubs, der 2. Dice & Bayonets TC.

Der erste DB Con letztes Jahr, den Noel und seine Mannen veranstaltet hatten, war ein gelungener Auftakt. So freuten wir, mein Mitstreiter Marios und ich, uns schon gewaltig auf die zweite Veranstaltung dieser Art. Der DB Con 2 fand in der selben Location (AV03 Heim in Speyer) statt, welche sich letztes Jahr als sehr geeignet erwiesen hatte.

In puncto Parkplätze, Gastro-Betrieb, sanitäre Anlagen und ausreichend Raum für Demotische und Händler konnte schon mal nichts schief gehen.

So machten wir uns am frühen Samstagmorgen gut gelaunt auf die lange Fahrt nach Speyer. Das sollte ein schöner Tag werden – zumindest das Wetter machte schon mal den allerbesten Eindruck! Vielleicht ein bisschen zu gut, wie sich im Laufe des Tages herausstellen sollte …

Denn in Speyer angekommen, hatte sich der strahlende Morgen in brütend heißen Sommertag verwandelt. Das könnte sich in eine schweißtreibende Angelegenheit entwickeln …
Nach der Begrüßung bekannter Gesichter machten wir uns dessen unbeirrt daran die Halle zu erkunden. Wir hatten uns als einziges festes Ziel für den Tag eine gemeinsame Einführung in Blücher vorgenommen, den Rest wollten wir uns offen halten.

Nagelt mich nicht fest, ich habe etwas den Überblick verloren. Ich denke folgende Systeme waren vor Ort vertreten:

  • Alien vs Predator
  • Bolt Action
  • British Grenadier
  • Blücher
  • Flames of War (zwei Tische)
  • Freebooters Fate
  • Check your 6!
  • Lion Rampant
  • Warzone
  • Warmachine
  • X-Wing
  • Zombicide.

Natürlich war auch wieder eine kleine Auswahl an Händlern vor Ort. Und dank Bring & Sell Bereich konnte man auch wieder manch verramschtes Projekt verhökern bzw. den ein oder anderen Schatz ergattern.In der zweiten Halle fand am Samstag ein größeres Saga-Turnier statt.

Die Qualität der Demotische war in den allermeisten Fällen wieder sehr hoch, einen Ausreißer nach unten konnte ich nicht ausmachen. Seht euch die Bilder an, und urteilt selbst. In bester Erinnerung ist mir der Budapest-Tisch (Flames of War) der Kurpfälzer geblieben, der wirklich sehr atmosphärisch war. Ich fürchte, mir ist es nicht wirklich gelungen, die Qualität des Tisches auf den Bildern festzuhalten.

Wirklich sehr schön war auch der Freebooters Fate Tisch, wenn ich auch kein Fan des Systems mehr bin. Wirklich imposant aber war der (mittlerweile fertiggestellte) Nachbau der Festungsanlage aus Helms Klamm (aus Herr der Ringe, nach der Verfilmung von P. Jackson). Die Hornburg wurde für den 15mm Maßstab mit samt der in der Verfilmung von P. Jackson zu sehenden Wallanlagen nachgebaut – eine beachtliche Leistung! Wir sich das auch gehört, wurde das Schmuckstück nicht nur zur Schau gestellt, sondern auch ordentlich bespielt. Wer also schon immer mal die gegen die Mauern brandenden Horden Sarumans abwehren wollte, hatte hier die einmalige Gelegenheit dazu.

Alles war hervorragend vorbereitet! Die tausenden Arbeitsstunden, welche in den Demotischen und Armeeprojekten stecken, kann man kaum erahnen. Die Auswahl der Tische war wie auch die gesamte Orga gut. Aber die Con hatte ein Problem! Und das machte sich im Laufe des Tages auf sehr lästige Weise bemerkbar.

Es war so abscheulich brütend heiß in den Räumen, dass ich beim heiß ersehnten Blücher-Demospiel (vielen Dank Noel für die gekonnte Moderation) beinahe verschmachtet wäre, hätte der Tisch nicht neben einem angelehnten Fenster gestanden, durch den Gott sei Dank hin und wieder ein laues Lüftchen wehte …

Wir aber waren fest entschlossen, uns der Con trotz drückender Hitze mit ungebrochenem Enthusiasmus hinzugeben, was uns, wie ich denke, im Großen und Ganzen ganz gut gelungen ist.

Wirklich leid taten mir die Jungs, welche durch die Teilnahme am Saga-Turnier an die Spieltische gefesselt waren. Wir konnten ja hin und wieder uns ein schattiges Plätzchen im Außenbereich aufsuchen und uns einem kühlenden Getränk hingeben … Meine Hochachtung dafür, dass alle wirklich durchgehalten haben. Schwarze T-Shirts und Vollbärte können bei so einem Wetter wirklich zum Problem werden 🙂

Leider hat das Wetter auch den Anbietern der Demotische etwas die Freude getrübt. Es waren trotz der wirklich gelungenem Auftaktveranstaltung 2014 (siehe Zitadelle-Bericht DB Con Speyer 2014)
relativ wenige Besucher vor Ort. Ich denke, da wird es Samstagmorgen die ein oder andere familieninterne Besprechung gegeben haben, welche zu spontanen Planänderungen führte. Bei so einem Wetter ist der Con-Besuch auch schwer zu argumentieren, zumindest wenn Partnerin und Kinder sich (vollkommen zu Recht) nach dem Baggersee sehnen …

Viele der anwesenden Besucher tummelten sich dauerhaft im Biergarten vor der Halle, so dass in indoor phasenweise relativ wenig los war. Das war wirklich schade, aber da konnte keiner was machen. So was nennt man ja nicht umsonst höhere Gewalt.

Der krönende Abschluss der Con sollte für Marios und mich ein erstklassig moderiertes Spiel werden, welches vor dem Filmhintergrund Alatriste handelte.

Der Tisch war mir den ganzen Tag über immer wieder ins Auge gestochen. Jetzt wollten wir wissen, was es damit auf sich hatte. Ich muss gestehen, dass ich den Namen des (historischen) Regelwerks vergessen habe, nachdem das Szenario aufgebaut war. Das Spiel wurde aber erstklassig moderiert und war ein seltener Spielgenuss. Habe ich erwähnt, dass dafür eigens ein Tisch gebaut wurde, der eine niederländische Festungsanlage mit angrenzenden Klippen, Fluss und Wäldern darstellt? Der Tisch war so fantastisch, der musste bespielt werden.

Marios übernahm die Seite der niederländischen Festung, während ich Captain Alatriste und eine Hand voll verwegener spanischer Söldner steuern durfte. Alatristes Männer Aufgabe war es, sich bei Nacht in die Festung zu schleichen, um so viele Kanonen der Festung wie möglich zu vernageln – also unschädlich zu machen. Die niederländischen Wachen konnten noch nicht direkt gesteuert werden, da sie nichtsahnend Dienst nach Vorschrift schoben. Also galt es, sich in einer waschechten Kommandoaktion in die Festung zu bewegen (durch den Fluss, über die Klippen und Mauern).

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Da sich die Wachen per Abweichungswürfel in nicht vorhersehbare Richtungen bewegten, und dazu noch unterschiedlich schnell waren, war das Ganze natürlich für beide Parteien eine aufregende Angelegenheit. Sobald ein Schuss fällt, oder eine Wache einen Eindringling erkannte, wurde die Festung alarmiert! War die Festung alarmiert, bekamen die Niederländer jede Runde eine Einheit zusätzlich auf den Tisch, darunter auch Kavallerie. Würde eine Wache den Eindringlingen zu nahe kommen, könnten diese sich nur noch retten, indem sie diese möglichst geräuschlos unschädlich machen …

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Weil das aber dem Anbieter des Demotisches nicht aufregend genug schien, wurden auch die nächtlichen Sichtweiten simuliert. Die vor dem Mond vorbeiziehenden Wolkenbänke veränderten also jede Runde die Sichtweiten. Ihr könnt euch vorstellen: Das war eine aufregende, spannende, anspruchsvolle, vor allem aber spaßige Angelegenheit! Nachdem einige Kanonen vernagelt waren, und mittlerweile die halbe niederländische Armada hinter den Spaniern her war, entkamen Alatriste und seine Männer knapp dem sicheren Tod. Zwei seiner Kameraden aber sollten den nächsten morgen nicht wieder sehen …
Vielen Dank an den Anbieter, für dieses außergewöhnliche Spielerlebnis!

Wir aber verabschiedeten uns von Freunden und Bekannten und machten uns müde und durchgeschwitzt, aber sehr glücklich auf den Heimweg.

Trotz schwieriger Wetterlage, eine gelungene Con.

Wir kommen nächstes Jahr gerne wieder!

Bericht DB Con 2014

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